Wie Künstliche Intelligenz unsere Schule (be)trifft und anregt

Die vielfältigen Möglichkeiten von ChatGPT und anderen KI-Tools haben unsere Schule erreicht. Vieles ist neu, ungeklärt und herausfordernd, aber sehr spannend! Was waren unsere erste Erfahrungen und Annäherungsversuche. Welche Herausforderungen und Chancen haben sich bis jetzt ergeben. Eine Momentaufnahme.

KI und Lehrpersonen
Seit gut einem Jahr sorgt der Chatbot ChatGPT für Schlagzeilen, Beiträge und Diskussionen rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Im Februar 2023 hat die Schulleitung das Thema an der Schulkonferenz aufgegriffen. Dabei wurden erstaunliche und faszinierende Möglichkeiten von ChatGPT gezeigt, auf offene Fragen hingewiesen und erste, kurze Diskussionen geführt. Das Ziel war die Lehrpersonen zu sensibilisieren und das Thema mit einer gewissen Gelassenheit proaktiv anzugehen. Der Konsens war und ist breit, dass Verbote sicher der falsche Weg sind und dass es darum geht, die neuen Möglichkeiten auf allen Ebenen zielgerichtet zu nutzen, zu verstehen und zu hinterfragen.
Um das Feld der interessierten Einzelnutzerinnen und -nutzer zu vergrössern, bot der interne pädagogische ICT Support (=picts) bereits im März 2023 für Lehrpersonen erste Workshops zu KI an.
In einigen Klassen bot der picts zusammen mit interessierten Lehrpersonen Unterrichtsreihen mit dem KI-Texter „Neuroflash“ an. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Textarten gezielt mit KI genieren zu lassen. In den Lektionen war es auch ein Anliegen, die Funktionsweise auf eine einfache Art vorstellbar zu machen und über Bedeutung von KI in den Schulen zu diskutieren.
Wie bei den Lehrpersonen gab es einzelne Jugendliche, welche privat z.B. ChatGPT bereits nutzten. Obwohl noch nicht breit gefördert, war es den Schülerinnen und Schülern z. B. erlaubt, KI beim Erstellen ihrer Vertiefungsarbeiten im Frühjahr 2023 zu nutzen. So konnte es z.B. spannend sein, welche Forschungsfragen KI zu einem Thema stellen oder wie die KI das Thema gliedern würde. Wie erwähnt, wurde KI erst von wenigen für die Abschlussarbeit benutzt, zumal mit der Vertiefungsarbeit z. T. schon im Februar begonnen wurde. Die Abmachung war, dass der Einsatz der KI mit der betreuenden Lehrperson abgesprochen und transparent erfolgen sollte.

Einzelne Lehrpersonen nutzen KI für ihre schulischen Zwecke bereits aktiv. Diese wird für Recherche, Fragen und Zusammenfassungen zu Themen, zum Anpassen von Texten, zur Erstellungsunterstützung von Kompetenzrastern usw. eingesetzt. Ebenfalls haben wir einen Poweruser, welcher KI nicht nur in seinen Informatikfächern sehr spannend einsetzt.

Ein aktueller, interner picts-Workshop, welcher zeigt, wie man z.B. im Bildnerischen Gestalten mit Schülerinnen und Schülern mittels KI Bilder generieren und bearbeiten kann, aber auch den Fragen nachgeht, was Kunst ist und wer die eigentliche digitale Künstlerin ist, wurde sehr gut nachgefragt. So steigt das Interesse und die KI-Kompetenz der Lehrpersonen kontinuierlich.

Schülerarbeit aus dem KI Blockwochenkurs

KI und Schülerinnen und Schüler
Wie bei den Lehrpersonen gab es seit Beginn der KI-Welle Jugendliche, welche schon früh mit KI Versuche und Arbeiten machten. Wie z. B. die Unterrichtsreihen mit „Neuroflash“ gezeigt haben, gab es im April Klassen, in denen ChatGPT praktisch nicht genutzt wurde oder bekannt war. In anderen Klassen waren die Tools aber schon vielen bekannt und sie hofften, hier noch eine Weile Vorsprung auf ihre Lehrpersonen zu haben. Die Unterrichtsreihe mit dem KI-Texter Neuroflash haben die Jugendliche interessiert mitgemacht und so verschiedene Textsorten hergestellt. Gerne hätten aber auch sie mit einem umfassenderen Tool wie ChatGPT gearbeitet und die Möglichkeiten breiter ausprobiert und genutzt. Im Rahmen eines von vielen Blockwochenangeboten konnten kürzlich Schülerinnen und Schüler verschiedener Niveaustufen gemeinsam eine Woche zu und mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Das Angebot stiess bei den Jugendlichen auf grosses Interesse. Im Rahmen dieser Blockwoche konnten die Teilnehmenden sich für einmal vertieft und kreativ mit Wissen zur Anwendung, mit Fragen zur Funktionweise von KI und ethischen Fragen auseinandersetzen.

Schülerarbeit aus dem Blockwochenkurs KI

Technische Herausforderungen
Die KI-Verfügbarkeit ist häufig mit dem Anlegen von individuellen Benutzerkonten verbunden. D. h. es müssen E-Mailadressen angeben und Konti eingerichtet werden. Die Angebote sind gratis oft nur eingeschränkt nutzbar und sind Änderungen unterworfen. Was vor zwei Wochen noch gratis verfügbar war, gibt es nur noch im Zahlbereich oder wird in der Nutzung noch stärker eingeschränkt. Gerade mit personalisierten Konten stellen sich Fragen des Datenschutzes, so dass diesbezüglich mit Bedacht gearbeitet werden muss.

Neu ist „Bing Chat Enterprise“ für Lehrpersonen unserer Schule geschützt und gratis verfügbar, was sehr attraktiv ist. Unsere Schülerinnen und Schüler haben auf Bing Chat über ihr Microsoftkonto keinen Zugriff. Dies würden wir als interessante Möglichkeit betrachten, ist aber momentan seitens Microsoft nicht vorgesehen. Auf Umwegen können Jugendliche aber wie alle Internetuser Bing Chat eingeschränkt nutzen. Direkte persönliche Konten bei ChatGPT sind für Schulen nicht sinnvoll und möglich, da dazu z.B. Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Handynummer angeben müssten. So gibt es immer mehr kommerzielle Anbieter wie „schulki“ oder „fobizz“, welche kostenpflichtig gezielte und geschützte KI-Leistungen anbieten. Diese Angebote sind bezüglich Datenschutz sehr gut aufgestellt. Leider ist der KI-Gebrauch über diese Kanäle recht teuer. Zudem sind die uneingeschränkten Angebote von Bing Chat Enterprise oder ChatGPT usw. wesentlich breiter und attraktiver in der Nutzung. Als weitere Möglichkeit stellt eine Lehrperson von seinem persönlichen, kostenpflichtigen ChatGPT-Konto eine Schnittstelle teilweise zur Verfügung, so dass die Schülerinnen und Schüler ohne die Bekanntgabe von persönlichen Daten ChatGPT nutzen können.
Als Schule sind wir interessiert, unseren Schülerinnen und Schülern KI gleichberechtigt, geschützt – d. h. unter Bekanntgabe von möglichst wenig personenbezogenen Daten – zur Verfügung stellen zu können.

Wie und wieso Künstliche Intelligenz
Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler sollen KI aktiv nutzen. KI in der jetzigen Verfügbarkeit kann beim Lehren und Lernen durchaus unterstützend sein. So könnten z. B. Jugendliche im Fach RZG der KI den Auftrag zu geben, als Christoph Kolumbus und Kapitän der Santa Maria zu antworten. So könnte eine Schülerin ein Chat-Gespräch mit dem KI-Christoph Kolumbus führen und viel über die Seefahrt und die Entdeckungsreisen der damaligen Zeit auf eine spielerische Weise erfahren und danach erworbenes Wissen vergleichen oder überprüfen.

Nebst diesem Anwendungswissen soll den Schülerinnen und Schülern aber auch vermittelt werden, wie KI auf verständlicher Stufe funktioniert und darum auch viele überzeugende Fehler macht. (Hier kann z.B. soekia.ch ein Sprachmodell wie ChatGPT eindrücklich erklären.) Gemäss der Idee des Dagstuhl-Dreiecks sollen sich Jugendliche auch mit ethischen und gesellschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit KI auseinandersetzen.
Auch indirekt gibt es in Schulen z. B. über den Einsatz von adaptiven Lernplattformen, bei Autokorrekturen, bei der Unterstützung von Suchanfragen usw. zunehmend Berührung mit KI.

In diesem Sinne wollen wir die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz aktiv kritisch nutzen. Wir wollen  unsere Schülerinnen und Schüler für die Welt von morgen oder auch übermorgen vorbereiten. Wir sind gespannt.

Übersichtsplan Blockwoche „Künstliche Intelligenz (KI) nützen und hinterfragen“ Nov 2023

Rückblick Bewerbungshomepage

Der Beginn des Fernunterrichts war gleichzeitig eine gute Überprüfungsmöglichkeit für die Qualität der konzipierten Materialien zum selbstständigen Erstellen und Designen der Bewerbungshomepage. Folgend werden zentrale Erkenntnisse aus der Arbeit zusammengefasst, wobei ich auch die Lernenden selbst zu Wort kommen lassen möchte.

  • Stichwort: Selbstständiges Arbeiten & Einsatz des Dossiers

Im Grossen und Ganzen gelang es meinen Schülerinnen und Schülern gut, die Aufträge in Eigenregie zu erledigen. Hervorheben möchte ich jedoch, dass es sich hierbei um eine eher leistungsstarke Sekundarklasse Niveau A handelt, die bereits viel Vorwissen im Bereich des selbstständigen Arbeitens mitbringt. Mit anderen Klassen aus tieferen Niveaus hätte ich wohl gewisse Sequenzen geführter gemacht und deutlich weniger Text-Input bei den Aufgaben gegeben.
Die Lernenden orientierten sich am ausgehändigten Dossier und erforschten die Möglichkeiten meist intuitiv. Hie und da wurden Erklärvideos auf YouTube oder die Support-Seite des Webseiten-Anbieters konsultiert.

Die individuellen und anonymisierten Antworten auf die Frage «Wie erging es dir bei der selbstständigen Arbeit mit dem Dossier?» finden Sie hier.

  • Zeitlicher Aufwand

Während des Unterrichts investierten wir zwischen 12-14 Lektionen für das Erstellen der Bewerbungshomepage. Je nach Lern- und Arbeitstempo investierten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich Zeit, um die Homepage sprachlich oder gestalterisch zu optimieren. Ungefähr die Hälfte der Klasse wurde während den 12-14 Unterrichtslektionen fertig, ohne zusätzlichen Aufwand (Stichwort: Selbstständige Hausaufgaben gemäss Arbeitsplan).

  • Kompetenzerwerb

Der verantwortungsbewusste und sensible Umgang mit eigenen Informationen im Internet wurde durch das Erstellen der Homepage gefördert. Die Schüler/innen lernten exemplarisch, wie sie sich digital professionell und adressatenorientiert präsentieren können. Die Lernenden konnten dadurch die vorherrschende Medienlandschaft besser verstehen, sie nutzten digitale Werkzeuge eigenständig und kritisch und hinterfragten dabei die sich bietenden Chancen und Risiken.

Zu erwähnen ist hier sicherlich auch, dass die Bandbreite bezüglich der Qualität der eingereichten Arbeiten im Rahmen des Üblichen war. Es zeigte sich schliesslich, wer lediglich das geforderte Minimum investierte und wer sich äusserst motiviert und intensiv engagiert hat. Es gab sowohl qualitativ ungenügende Arbeiten, die man auf diese Weise nicht gewinnbringend für den Bewerbungsprozess nutzen kann, als auch beeindruckende und äusserst professionelle Arbeiten.

Bei der Selbstreflexion zum eigenen Kompetenzerwerb zeigte sich bei vielen Lernenden, dass sie sowohl Kernkompetenzen aus dem Fach Deutsch wie auch aus dem Bereich «Medien und Informatik» erwerben und vertiefen konnten.

Die individuellen und anonymisierten Antworten auf die Frage «Was hast du konkret durch die eigene Arbeit an der Homepage gelernt?» finden Sie hier.

  • Mögliche Stolpersteine und Optimierungsmöglichkeiten

Zu Überprüfen bleibt beim Einsatz des Dossiers die Aktualität der Angaben, da sich die Webseiten-Anbieter ständig weiterentwickeln und die Websites mit neuen Features ergänzen. Das eigentliche Konzept bleibt meist mehrheitlich bestehen.

Unterschiede zeigten sich auch bei der Hardware der Lernenden. Wer an einem eigenen Computer mit grossem Bildschirm arbeiten konnte, hatte es leichter, als die Schüler/innen, die lediglich ihr Tablet zur Verfügung hatten.

Des Weiteren ist das Dossier sehr textlastig und bedingt genaues Lesen und strukturiertes Vorgehen. Gewisse Schüler/innen waren hier bezüglich Lesekompetenz und Selbstständigkeit teilweise überfordert.

Die individuellen und anonymisierten Antworten auf die Frage «Was würdest du optimieren/ändern?» finden Sie hier.

  • Und nun….Wie weiter?

Ob die Homepage und die eigene Visitenkarte schliesslich im Ernstfall eingesetzt werden, wird sich erst noch zeigen. Mehr als die Hälfte der Lernenden wird die Homepage definitiv oder eventuell für den Bewerbungsprozess nutzen. Hier wird sich auch zeigen, ob die Schülerinnen und Schüler die Tipps aus dem kriterienorientierten Schüler- und Lehrpersonenfeedback aufgreifen und umsetzen werden.

Meine eigene Bewerbungshomepage

Unterrichtsmaterial Bewerbungshomepage-komprimiert

Warum eine Bewerbungshomepage?

Als Digital Natives wachsen unsere Jugendlichen in einer digitalisierten und schnelllebigen Zeit auf, welche zunehmend weiterführende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien erfordert. Der verantwortungsbewusste und sensible Umgang mit eigenen Informationen im Internet stellt viele Jugendliche vor eine Herausforderung. Beim Erstellen einer Bewerbungshomepage lernen die Schüler/innen exemplarisch, wie sie sich digital professionell und adressatenorientiert präsentieren können. Die Lernenden können dadurch die vorherrschende Medienlandschaft besser verstehen, sie nutzen digitale Werkzeuge eigenständig und kritisch und hinterfragen dabei die sich bietenden Chancen und Risiken. All dies sind Kernkompetenzen, zu deren Förderung der Lehrplan 21 verpflichtet.

Nebst dieser sehr grundlegenden, pädagogischen Perspektive, bietet die Bewerbungshomepage den Jugendlichen einen vorteilhaften Trumpf im Ärmel bei der herausfordernden Berufswahl. Immer häufiger informieren sich zukünftige Arbeitgeber/innen mithilfe des Internets über potentielle Bewerber/innen. Durch die Bewerbungshomepage gelingt es Jugendlichen sich von Mitbewerberinnen und –bewerbern abzugrenzen, indem sie zusätzliches Wissen und Engagement in einem digitalisierten Kontext präsentieren.

Konzept / Grundidee

Die Arbeit an einer Bewerbungshomepage öffnet einer fächerübergreifenden (Medien und Informatik, Deutsch, Lebenskunde, Bildnerisches Gestalten) und kompetenzorientierten Unterrichtseinheit die Tür, welche an der privaten Lebenswelt der Jugendlichen anknüpft und die Brücke zur beruflichen Zukunft schlägt.

Der erstellte Leitfaden orientiert sich an den folgenden Prinzipien:

  • Schutz der Privatsphäre: Der Schutz der Privatsphäre und sensibler Daten hat einen hohen Stellenwert. Durch das Erstellen von passwortgeschützten Seitenbereichen wird dem Rechnung getragen. Es lohnt sich, weitere Inputs in Sachen Privatsphäre und sensible Daten (Lebenslauf, Zeugnisse, etc.) im Internet zu machen.
  • Prinzip der Freiwilligkeit: Alle Jugendlichen erarbeiten exemplarisch eine eigene Bewerbungshomepage anhand der vorgegebenen Kriterien und Module. Ob die passwortgeschützte Seite anschliessend bei Bewerbungsgesprächen (gewinnbringend) eingesetzt wird, ist den Lernenden selbst überlassen.
  • Erarbeitung von konzeptionellem Wissen beim Gestalten einer Bewerbungshomepage am Beispiel des Homepage-Baukastens „Wix“: Das Erstellen der Homepage erfordert weder von Lehrpersonen noch von Lernenden vertiefte HTML-/Programmier-Kenntnisse. Das erlernte Wissen ist auf andere Homepage-Baukästen (Jimdo, WordPress, etc.) übertragbar. Der Anbieter „Wix“ wurde aufgrund von persönlichen Vorerfahrungen meinerseits und der Möglichkeit einer unlimitierten Anzahl an passwortgeschützten Seitenbereichen gewählt.
  • Selbstständiges Arbeiten: Die Jugendlichen erarbeiten sich die Bewerbungshomepage grundsätzlich in Eigenregie. Die Lehrperson steht als Coach mit Hilfestellungen zur Seite. Mithilfe von Youtube-Tutorials und/oder dem Webseiten-Support des Homepage-Anbieters sollen die Lernenden Umsetzungsschwierigkeiten persönlich auf den Grund gehen.
  • Selbstreflexion und Peer-Feedback: Regelmässig werden die Lernenden anhand der Checklisten aufgefordert, die erstellten Inhalte auf ihre Vollständigkeit und Qualität hin zu überprüfen. Zusätzlich steht am Ende der Unterrichtseinheit ein detailliertes Kriterienraster zur Selbst-, Peer- und Fremdevaluation durch die Lehrperson zur Verfügung. Es bietet sich an, die Arbeit mit Textkorrekturprogrammen aufzugreifen und zu vertiefen.

Aufbau und Umsetzung

Die Arbeit an der Bewerbungshomepage teilt sich in die folgenden Module auf:

  • Modul 1: Aufsetzen der Homepage
  • Modul 2: Titelseite gestalten
  • Modul 3: Unterseite 1 – Das bin ich!
  • Modul 4: Unterseite 2 – Meine Stärken
  • Modul 5: Unterseite 3 – Lebenslauf und Downloadbereich
  • Modul 6: Unterseite 4 – Kontaktangaben
  • Modul 7: Überprüfung und Qualitätsmerkmale
  • Zusatzmodul 8: Marketing – Meine eigene Visitenkarte ​

Da ich die Bewerbungshomepage nach den Sportferien zum ersten Mal mit meiner Klasse erprobe, kann ich mich auf keine Erfahrungswerte beziehen. Ich rechne mit einem zeitlichen Aufwand von 10-14 Lektionen. Eine Auswertung unter Einbezug der Eindrücke und Erfahrungen meiner Klasse folgt in einem zweiten Teil zu einem späteren Zeitpunkt.

Da die schriftliche Bewerbung während den nächsten Monaten für Schüler/innen der zweiten (und dritten!) Oberstufe einen hohen Stellenwert besitzt und einzelne Lehrpersonen bereits Erfahrungen mit Bewerbungshomepages sammeln möchten, habe ich mich dazu entschlossen, den Eintrag bereits jetzt mit den dazugehörigen Unterrichtsmaterialien hochzuladen. Eine kritische Evaluation folgt. Natürlich bin ich auch interessiert an Rückmeldungen und Erfahrungswerten anderer Lehrpersonen.

Entwicklungsmöglichkeiten

Bei der Unterrichtseinheit handelt es sich primär um einen Leitfaden für das selbstständige Erarbeiten einer Bewerbungshomepage. Die Produktorientierung beziehungsweise das Erstellen einer semi-professionellen Homepage steht im Vordergrund. Es lohnt sich, zusätzliche Inputs zu den folgenden Fragen im Unterricht einzustreuen:

  • Selbstreflexion: Wie stelle ich mich dar? Wie stelle ich mich nicht dar?
  • Wahl der Präsentationsplattform: Was ist der Unterschied zwischen einer Bewerbungshomepage und meinem Instagram-, Tikok-, Snapchat- oder Twitterprofil?
  • Privatsphäre im Internet: Wie erstelle ich passwortgeschützte Bereiche für Social Media-Konten? Wie sieht meine digitale Visitenkarte zum heutigen Zeitpunkt aus? Möchte ich daran etwas ändern?
  • Chancen und Risiken: Explizite Unterrichts- / Reflexionseinheit zu den Chancen und Risiken einer Bewerbungshomepage

Viel Spass beim Ausprobieren!

Anwendungskompetenzen Fachbereich Deutsch – Verknüpfung mit dem Lehrmittel „Sprachstarken 8“

Fortsetzung:

Ausgehend von der Planungshilfe der Sek Eins Höfe und dem Lehrmittel „Sprachstarken 8“ habe ich ein Brainstorming mit dem Schwerpunkt „Integration der Anwendungskompetenzen im Fachbereich Deutsch“ durchgeführt und meine Erkenntnisse und Ideen auf der unten beigefügten Übersicht festgehalten. Die Übersicht zum Lehrmittel „Sprachstarken 9“ folgt.

Die Übersicht ist weder komplett noch soll sie als Imperativ verstanden werden. Einzelne Ideen wurden bereits konkret durchgeführt, andere sind lediglich angedacht. Doch vielleicht gibt sie der einen oder anderen Lehrperson einen hilfreichen Input zur Integration der Anwendungskompetenzen.

Natürlich bin ich froh über konkrete Ergänzungen, Tipps, Erfahrungsberichte oder weitere Umsetzungsideen von anderen Deutschlehrpersonen… 😉

Übersicht Anwendungskompetenzen + Sprachstarken 8

Übersicht Anwendungskompetenzen + Sprachstarken 7

Anwendungskompetenzen Fachbereich Deutsch – Verknüpfung mit dem Lehrmittel „Sprachstarken 7“

Bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts orientiere ich mich am zur Verfügung stehenden Lehrmittel und erweitere das Angebot durch eigene Umsetzungsideen. Persönlich fehlen mir teilweise ergänzende oder weiterführende Umsetzungsideen, gerade auch wenn es darum geht, die Anwendungskompetenzen aus dem Modullehrplan „Medien und Informatik“ zu berücksichtigen.

Ausgehend von der Planungshilfe der Sek Eins Höfe und dem Lehrmittel „Sprachstarken 7“ habe ich ein Brainstorming mit dem Schwerpunkt „Integration der Anwendungskompetenzen im Fachbereich Deutsch“ durchgeführt und meine Erkenntnisse und Ideen auf der unten beigefügten Übersicht festgehalten. Die Übersicht zu den Lehrmitteln „Sprachstarken 8“ und „Sprachstarken 9“ folgt zeitnah.

Die Übersicht ist weder komplett noch soll sie als Imperativ verstanden werden. Einzelne Ideen wurden bereits konkret durchgeführt, andere sind lediglich angedacht. Doch vielleicht gibt sie der einen oder anderen Lehrperson einen hilfreichen Input zur Integration der Anwendungskompetenzen.

Natürlich bin ich froh über konkrete Ergänzungen, Tipps, Erfahrungsberichte oder weitere Umsetzungsideen von anderen Deutschlehrpersonen…

Übersicht Anwendungskompetenzen + Sprachstarken 7

Audacity – Alternativen zu Online-Konvertern?

Halloween steht bevor und erneut wagten wir uns an das Erstellen von Gruselhörspielen. Auch dieses Jahr entstanden unheilvolle und furchteinflössende Klänge, welche wir an unserer Gruselnacht bei Kerzenschein und Pizza einweihten.

Insbesondere bei der Vorbereitung für die Arbeit mit Audacity habe ich dieses Jahr Anpassungen vornehmen müssen. Die aktuelle Version 2.3.2 unterscheidet sich nur minim von den Vorgängerversionen und das Handling des Online-Tonstudios ist noch intuitiver als zuvor. Dennoch mussten die Unterrichtsmaterialien dementsprechend aktualisiert und angepasst werden.

Ebenfalls thematisierten wir, ob, in welchem Rahmen und weshalb man Audiodateien von YouTube extrahieren und für eigene Projekte benutzen kann. Bei der anschliessenden Umsetzung musste ich feststellen, dass viele Online-Konverter Downloadlimiten festgesetzt haben und dass die Anzahl an unschönen Pop-ups zugenommen hat. Infolgedessen war die Arbeit mit unterstützenden Hintergrundgeräuschen dieses Mal komplizierter als ursprünglich angenommen.

Während einzelne Gruppen die Geräusche selbst nachstellten und mit dem Smartphone akustisch festhielten, wichen andere auf die von mir vorgeschlagene Alternative von digitalen Geräuschedatenbanken aus. Auch hier stellten sich jedoch Hürden, wie beispielsweise die limitierte Downloadanzahl oder das zusätzliche Registrieren auf den entsprechenden Webseiten. Allerdings ergaben sich auch spannende Diskussionen zu den Lizenzen der einzelnen Dateien. Bei den Gesprächen offenbarte sich mir, welch grosses Novum das Vorhandensein von und der Umgang mit Lizenzen, sowohl bei Bild- als auch Audiodatein, für die Lernenden darstellt. Ein spannender Anknüpfungspunkt für den Medien- und Informatikunterricht…
Als Converter-Alternative eigneten sich die Datenbanken jedoch gut und die Suche verlief meist schnell und effizient, sofern die Suchbegriffe auf Englisch verfasst waren.

Ich blicke erneut auf ein vielfältiges und spannendes Projekt zurück, wobei ich weiterhin auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Vertonung und akustischen Bearbeitung bin.

Spicken bei digitalen Sprachprüfungen: Richtige Einstellungen zu Beginn des Schuljahres

Wer digitale Sprachprüfungen mit Microsoft Forms oder anderen Tools macht, hat vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, dass Lernende überdurchschnittlich gut abschneiden. Das kann einen einfachen Grund haben: Sie spicken mit der Bing-Übersetzung.

Dieses standartmässige Add-On erlaubt es Lernenden per einfachen Rechtsklick auf ein Wort dieses von oder in eine beliebige Sprache zu übersetzen. Diese Möglichkeit wird von Lernenden gerne genutzt, da sie innert Sekunden,ohne das Öffnen einer zusätzlichen Seite funktioniert und so von der Lehrperson oft unbemerkt bleibt. Auch der Prüfungsmodus von Microsoft Forms deaktiviert das Add-On nicht!

Im Anhang findet Ihr eine Kurzanleitung wie Ihr mittels Einstellungen an den Schülertablets das Problem umgehen könnt. Es empfiehlt sich diese Einstellung direkt zu Beginn des Schuljahres selber an den Schülertablets vorzunehmen. Am besten ohne die Lernenden darüber zu informieren.

Ich habe auch unsere Informatik-Firma auf die Problematik aufmerksam gemacht. Idealerweise würde diese nämlich die Verwendung von Add-Ons im Internetexplorer standartmässig deaktivieren.

Habt Ihr bereits selber ähnliche Erfahrungen gemacht? Würdet Ihr gerne mehr über das Erstellen von digitalen Prüfungen mit Forms erfahren? Dann lasst doch einen Kommentar zurück!

Leut(s)chen im Flugmodus!

In der Woche vom 11. – 16. Juni 2019 fand auch dieses Jahr die Flimmerpause statt. Unser Schulhaus hat das erste Mal vollumfänglich am Projekt teilgenommen. Wir versuchten bewusst, auf ausgewählte Bildschirmmedien (Fernseher, Computer, Tablet, Handy) zu verzichten und schafften Raum für neue Ideen, wie wir unsere gemeinsame Zeit gestalten können. Wir setzten uns individuelle Ziele, versuchten diese zu erreichen und reflektierten dabei unser eigenes Konsumverhalten.

Wir blicken auf eine erkenntnisreiche und kreative Woche zurück! Da wir das Projekt erstmals auf der Oberstufe durchgeführt haben, waren einige Anpassungen nötig. Nachfolgend werden einige Überlegungen und Erfahrungen zusammengefasst und Umsetzungsideen skizziert.

Prinzip der Freiwilligkeit

Die Teilnahme beruhte grösstenteils auf Freiwilligkeit, sowohl seitens der Lernenden als auch seitens der Lehrpersonen. Es ging uns in erster Linie darum, dass sich die Lernenden selber herausfordern und einen kritischen und reflektierten Umgang mit den Medien entwickeln. Gewisse Lehrpersonen arbeiteten weiter auch während des Unterrichts in dosierter Form mit Bildschirmmedien, beispielsweise im Rahmen der Lehrstellensuche oder wichtiger Recherchearbeiten. Andere wiederum griffen zum verstaubten Hellraum-Projektor vergangener Tage oder verzichteten sogar ganz auf Bildschirmmedien. Die Lernenden setzten sich selbst individuelle Ziele, welche sichtbar im Eingangsbereich des Schulhauses aufgehängt wurden. So reichte die Bandbreite der Ziele von «Ich versuche nicht mehr als drei Stunden pro Tag auf YouTube zu sein» bis hin zu «Ich benutze mein Handy während der ganzen Woche kein einziges Mal».

Auch wurde das Schulhaus umgestaltet und dekoriert, um die geeignete Atmosphäre für die Flimmerpause zu schaffen. Lediglich während den Pausen galt seitens der Schule ein offizielles Handyverbot, wobei die «Smombies» auch hier Zuflucht auf den «Empfangsinseln» finden konnten.

https://www.youtube.com/watch?v=xm6bg5FhKGc

Materialien und Vorbereitung

Glücklicherweise war unser Team ausnahmslos bei der Flimmerpause dabei. Man unterstützte sich gegenseitig bei der Umsetzung und verfolgte dasselbe Ziel.

Als verbindliche Vorbereitung führten alle Klassen während der Woche vor der Flimmerpause das Flimmerpause-Tagebuch. Bei der Erstellung des Tagebuchs orientierten wir uns stark an den Materialien von der Flimmerpause-Homepage. Einzelne Klassen vertieften sich vorbereitend weiter in der Thematik. Hierbei wurde vor allem auch mit den Materialien von Freelance gearbeitet.

Während der Flimmerpause-Woche reflektierten wir täglich den eigenen Medienkonsum und die individuell gesteckten Ziele. Der zeitliche Umfang und die Art und Weise der Umsetzung waren den Lehrpersonen selbst überlassen. Die Schülerinnen und Schüler forderten sich klassenintern mit den Challenges von Handysektor.de heraus und sammelten Punkte. Dieser kompetitive Austausch eignete sich ideal zum täglichen Morgenritual und fand grossen Anklang bei den Lernenden. Während den ersten fünf bis zehn Minuten des Tages forderten sich die Schüler/innen mit Challenges gegenseitig heraus!

Im Anschluss an die Projektwoche verfassten die Schüler/innen einen Erlebnisbericht (vgl. Flimmerpause-Tagebuch) und reflektierten die gemachten Erfahrungen. Schliesslich wurde den Lernenden ein individuelles Diplom zur Teilnahmebestätigung ausgehändigt.

Joker als Lebensretter

Während der Flimmerpause standen allen Teilnehmenden vier Joker zur Verfügung (vgl. Flimmerpause-Tagebuch). Diese konnten eingesetzt werden, wenn man sein persönliches Ziel einmal nicht erreichen konnte oder eine Challenge ablehnte. Es versteht sich von selbst, dass bei vielen Lernenden die Joker ausnahmslos aufgebraucht wurden.

Pausengestaltung deluxe – Auch wir Lehrpersonen nehmen uns an der Nase!

Häufig stellen wir im Schulalltag fest, dass die Lernenden, sobald sie draussen in der Pause sind, zum Handy greifen und sich für den Rest der Pause nur noch marginal bewegen. Und wenn ich ehrlich bin, gibt es auch bei mir solche Pausen… Doch nicht während dieser Woche!

Die Pausen wurden aktiv durch die AG «Flimmerpause» gestaltet. Einzelne Lehrpersonen leisteten ihren persönlichen Beitrag zur Pausengestaltung, indem sie selbst Spiele und Aktivitäten initiierten oder an Pausenaktivitäten der Schüler/innen teilnahmen. Es wurde gemeinsam gelacht und gesungen, «Asuuuge!» hiess es beim Rundlauf im Minutentakt, hitzige Fussballduelle wurden ausgetragen, Diabolo und UNO feierten ein Revival, der Kreativität wurde freien Lauf gelassen und die Badminton-Shuttles pfiffen durch die Lüfte.

Der Pausenplatz lebte, die Empfangsinseln wurden im Verlauf der Woche immer weniger aufgesucht. Wir konnten ganz im Sinne unseres Jahresmottos überzeugt festhalten: «Leut(s)chen lebt!»

Ich denke, ich gehe nicht zu weit, wenn ich behaupte, dass wir alle, sowohl Schüler/innen als auch Lehrpersonen, wertvolle Erfahrungen gemacht haben, die wir auch zukünftig (wieder) vermehrt im Alltag umsetzen können.

Auf zur Flimmerpause 2020!

Abstecher ins Museum für Kommunikation

A: «Sie, hier gehe ich sicher wieder einmal hin!»
B:
«Das klingt aber anders, als noch vor drei Wochen..»
A: «Ja, irgendwie war das ja auch kein ‘richtiges’ Museum.»

Bei der Organisation des Klassenlagers fühle ich mich stets dazu verpflichtet, auch kulturelle Lernmöglichkeiten zu schaffen. Diese Überzeugung stösst bei meinen Lernenden selten auf Glücksgefühle. Dennoch hielt ich auch dieses Jahr an meinem Grundsatz fest. «Ab ins Museum», hiess es für meine Klasse!

Ich wusste, diese Aussage würde auf ernüchternde Seufzer stossen – meine Erwartungen wurden bestätigt. Die Freude über den angekündigten Museumsbesuch war verhalten, aus Höflichkeit und Respekt verzichtete meine Klasse auf niederschmetternde Kommentare. Angesehen hat man ihnen die Begeisterung dennoch…
Doch ausnahmsweise gab mir meine Sturheit recht: Das Museum für Kommunikation vermochte zu begeistern!

In der Tat war der Museumsbesuch auch für mich eine neue Erfahrung. Auf drei Stockwerken wird das Thema Kommunikation veranschaulicht und «greifbar» gemacht. Medienkompetenz als wichtige Kulturtechnik des digitalen Zeitalters wird grossgeschrieben. Persönlich, individualisiert, handlungsorientiert, haptisch, digital und äusserst interaktiv werden auch verschiedene Aspekte aus dem Modullehrplan Medien und Informatik abgedeckt.

Insbesondere die folgenden Themenbereiche regten meine Lernenden zur Auseinandersetzung und spielerischen Reflexion an:

  • Big Data: Wo landen meine Daten und was weiss «Big Brother»?
  • Recht und Recherche im Internet: Was darf ich und wo sind die rechtlichen Grenzen im digitalen Raum? Wie zeige ich Zivilcourage im Netz?
  • Always On! Wie viel Medienkonsum ist gut für mich? Eine Standortbestimmung.
  • Der Blick hinter die Kulissen: Wie funktionieren Suchmaschinen? Wie viel Geld verdient man mit YouTube? Von wem werden meine favorisierten YouTuber bezahlt?
  • Generation Selbstinszenierung: Was ist fake und was entspricht der Wirklichkeit? Wie stelle ich mich im digitalen Raum dar?

Vorbereitend vertieften wir einzelne Themen aus dem Bereich Medienbildung im Lebenskundeunterricht, zwingend notwendig war dies jedoch nicht. Das Museum für Kommunikation ist informativ und die Inhalte lassen sich intuitiv-entdeckerisch erschliessen. Auch auf dem LP21 abgestützte Workshop-Angebote werden angeboten, die darauf abzielen, fächerübergreifende Lernprozesse zu initiieren. Sicherlich eine Idee für eine nächste Exkursion.

Fazit: In der Bundeshauptstadt gibt es mehr zu sehen, als der Bärengraben und das Parlamentsgebäude! Wir blicken auf einen rundum gelungenen Besuch zurück.

 

Actionbound – Die digitale Schnitzeljagd

Schnitzeljagden sind bei Schulklassen ziemlich beliebt. Deshalb ist es bei mir Tradition, dass am ersten Tag einer Lagerwoche immer das Erkunden des Lagerortes anhand einer «Schnitzeljagd» auf dem Programm steht.

Ziel dabei ist es, nicht nur Sehenswürdigkeiten des Dorfes oder der Stadt zu finden, sondern auch Orte aufzuspüren, welche wir im Verlaufe der Woche noch besuchen werden.

Die ersten Schnitzeljagden (Bern, Neuchâtel) habe ich noch mühsam auf Papier vorbereitet: Bilder wurden vor dem Lager ausgedruckt und laminiert. Ein Fragebogen auf Papier ebenfalls. Die Schülerinnen und Schüler mussten dann während der Erkundung das ganze Material mitschleppen, auf Papier ausfüllen und ich als Lehrperson durfte dann am ersten Tag alle Antworten noch korrigieren, um die Sieger zu bestimmen.

Als ich dann begann, die Lernplattform «Moodle» in meinen Unterricht zu integrieren, lernte ich mit «Moodle» ein Tool kennen, mit dem die Schülerinnen und Schüler die Fragen mit dem Handy beantworten konnten. Für mich und die Klasse war das eine «revolutionäre» Weiterentwicklung. Das mühsame Ausdrucken, Laminieren und Korrigieren war nun endlich Geschichte.

Vor etwa drei Jahren bin ich per Zufall im Internet auf die App «Actionbound» gestossen. Mit ihr gibt es noch mehr Möglichkeiten und die Jagd kann attraktiver und abwechslungsreicher gestaltet werden als mit der Lernplattform «Moodle». Von nun an kreiere ich die «Schnitzeljagden» mit der «Actionbound-App».

Im letzten Jahr hat es sich sogar von der Zeit her ergeben, dass ich einen Bound durch die Triennale „Bad Ragartz“ (http://www.badragartz.ch/) in Bad Ragaz erstellt habe. Dort durfte die Klasse spannende Rätsel über verschiedenste Kunstwerke lösen.

Was ist «Actionbound»?

Mit «Actionbound» lassen sich spannende Schatzsuchen für Mobilgeräte herstellen. Dabei erstellt man die «Bounds» in einem Internetbrowser auf der Webseite https://de.actionbound.com und spielt die «Schitzeljagd» dann in der App mit dem Smartphone (oder Tablet). Die App kann kostenlos heruntergeladen werden. Dabei können verschiedene «Aufgabentypen» gestellt werden (hier eine Auwahl):

    • Abschnitt: Mit Abschnitten kannst du deine «Rally» strukturieren.
    • Information: Ein Info-Bildschirm kann Texte und Medien enthalten.
    • Quiz: Wer die richtige Antwort auf eine Frage findet, erhält Punkte. Als Antwortmöglichkeiten hat man die Auswahl zwischen Lösungseingabe (Wort oder Zahl), Multiple Choice, Zahl schätzen, Liste sortieren.
    • Aufgabe: Mit der Option «Aufgabe» können den Spielerinnen und Spielern kreative Aufgaben gestellt werden, bei denen es weder richtig noch falsch gibt. Als Antwortmöglichkeiten hat man die Auswahl zwischen Text schreiben, Bild / Ton oder Video hochladen oder keine Antwort.
    • Ort finden: Lasse die Spieler eine GPS-Koordinate aufsuchen.
    • QR-Code scannen: Wer den Code scannt, erhält Punkte oder kommt weiter.
    • Umfrage: Erstelle eine Umfrage unter den Spielern deiner «Rally».

Um einen Einblick in die App zu kriegen, hier der Trailer / Erklärvideo von der offiziellen Seite:

https://youtu.be/HrfvPlDNLLM

Warum «Actionbound»?

Mit der App «Actionbound» können auf relative einfache Art, jedoch trotzdem sehr zeitaufwändig, Schnitzeljagden erstellt werden. Die Ergebnisse sind schnell abrufbar und übersichtlich. Zudem kann die Schnitzeljagd von den Teilnehmenden bewertet werden. Was auch ein grosser Vorteil der App ist: die zu spielenden Bounds können zuvor heruntergeladen und anschliessend offline gespielt werden.

Mehr Infos über die App und über Einsatzmöglichkeiten der App findet man im Guide: https://de.actionbound.com/eduguide

Mit «Actionbound» das Schulhaus spielerisch erkunden (1. OS)

Im Zusammenhang mit der Einführungswoche an der sekeinshöfe (Tabletabgabe, Einführung in die App «Teams», etc..) bin ich auf die Idee gekommen, das Erkunden des Schulhauses ebenfalls auf digitale Weise bereitzustellen. Die Schülerinnen  und Schüler lernen bei diesem Bound nicht nur das Schulhaus (auf spielerische Art) kennen, sondern machen sich zudem schon einmal mit der Schulhausordnung vertraut. Auch sich mit andern Gruppen zu messen und möglichst viele Punkte zu sammeln machte den Jugendlichen Spass.

Durchführung

Die Schnitzeljagd wurde in Absprache mit den Sportlehrpersonen in einer Doppelstunde im Fach Sport durchgeführt. Da viel Bewegung im und ausserhalb des Schulhauses gefordert wird, finde ich dies passend, muss aber nicht zwingend sein.

Die Gruppen (ca. 4er Gruppen) waren dabei etwa eine Lektion unterwegs. Da die Gruppen jeweils gestaffelt starteten, war eine Doppelstunde notwendig.

Auswertung

Die Jugendlichen fanden es sehr «cool» und es machte ihnen Spass. Links eine Übersicht der Auswertung.

 

Einblick

Wie hat die Schnitzeljagd denn so ausgesehen? Scanne diesen Code mit der Actionbound-App und du erhältst Einblick in die Schulhaus-Erkundung.