Marc Helbling

Projektschule sek eins höfe – Warum ich Projektschullehrer geworden bin!

 

Das Aufkommen neuer Technologien geht Hand in Hand mit veränderten Denk-, Lern- und Lebensstrukturen. Unseren Schülerinnen und Schülern wird ganz selbstverständlich der Begriff «Digital Natives» auferlegt. Und in der Tat, der digitalen Welt kann man sich nicht mehr entziehen. Das Smartphone beim Abendessen, das Tablet im Kinderzimmer … digitale Konzepte infiltrieren subtil aber unaufhaltsam unseren Alltag.

Die Volksschule verfolgt das Ziel, die Lernenden auf dem Weg in die persönliche Autonomie und Unabhängigkeit zu begleiten, unterstützen und fördern. Dazu sollen in der Schule notwendige Kompetenzen erworben und im Alltag umgesetzt werden. Doch viel zu oft ist die Lebenswelt der Lernenden und der Schulalltag nicht deckungsgleich, ja gar befremdlich. Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass auch Lehrpersonen die Perspektive wechseln und sich der Frage stellen müssen, wie sich die Lebenswelt der Lernenden in den Unterricht integrieren lässt und wie man auf dem vorhandenen Wissen aufbauen kann. Medienkompetenz ist in diesem Zusammenhang ein Schlüsselbegriff.

«Schüler/innen sind Digital Natives». Ja, in der Tat! Doch das Aufwachsen in einer digitalisierten Welt ist nicht gleichzusetzen mit einem automatischen Kompetenzerwerb. Medienkompetenz umfasst mehr als die blosse Nutzung aufkommender Technologien. Es geht um einen verantwortungsbewussten, reflektierten und sinnvollen Umgang damit. Die Schule hat den Auftrag, Lernende bei diesem Kompetenzerwerb zu unterstützen. Dabei spielen nicht nur motivationale Faktoren seitens der Schülerschaft eine entscheidende Rolle, es geht auch um kollektives Lernen, Sozialisation, Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

Als Sprachlehrperson sehe ich grosses Potential in der Integration digitaler Medien in den Unterricht. Dies geht von den übergeordneten Zielen des Fremdsprachenunterrichts (Stichwort «kulturelles Lernen») über Grundfertigkeiten des Spracherwerbs bis hin zu überfachlichen Kompetenzen wie die Kooperationsfähigkeit, die Selbstreflexion oder die Problemlösefähigkeit in einem fächerübergreifenden Kontext.

Die Kooperation der PHSZ mit der sek eins höfe bietet mir die optimale Möglichkeit, meine Überzeugung und Begeisterung hinsichtlich der integrativen Förderung von Medienkompetenz im Schulalltag zu verfolgen und meine Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur anfänglich erwähnten Autonomie bestmöglich zu unterstützen.

Zahlreiche Ideen gefüllt mit Motivation, Ungewissheit, Neugierde und Herausforderung warten darauf im Schulalltag umgesetzt zu werden. Ich freue mich auf dieses Projekt; und ich kann mir vorstellen, dass es meinen Lernenden ähnlich geht!

Email marc.helbling@sekeinshoefe.ch